In Deutschland geboren und aufgewachsen, lebte ich lange in Österreich und bin jetzt in der Schweiz zu Hause — Heimat ist dort wo ich bin.
Beruflich komme ich vom Schreiben her, nach einigen Jahren als Verlagslektor machte ich mich als freier Autor selbständig, veröffentlichte zahlreiche Sachbücher und übersetzte viel aus dem Englischen. Daneben arbeitete ich in der Erwachsenenbildung.
Heute ist meine persönliche Geschichte nicht mehr wichtig, denn ich bin ganz in diesem großen Leben angekommen. Mal als Korken auf dem Ozean, mal von der Welle hinweggespült und untergetaucht, habe ich begriffen: Wir sind Verwandlung ohne Ende und grenzenlose Weite, und alle Vielfalt der Formen und Manifestationen wurzelt in dem Einen und Ewigen.
Ich verdanke dies einer nicht nur gesundheitlichen Krise vor bald dreißig Jahren, die mein Leben vom Kopf auf die Füße stellte und mich mit meinen spirituellen Lehrern zusammen brachte.
Als auf diesen Planeten geborene Menschen ist uns eine Aufgabe gestellt: Nämlich dieses begrenzte irdische Leben mit seinem Alltag ganz anzunehmen, es mit Herz und Verstand zu erfüllen und über unser kleines Ich hinauszuwachsen. In diesem Sinne mache ich mich nützlich — mit den Herz-Eröffnungen und dem Herz-Projekt.
Da geht es um den vollständigen Menschen, mit Kopf und Bauch, mit Herz und Verstand und einer in den Alltag integrierten Spiritualität.

Bodhidharma, der erste Patriarch des Zen, erregte, als er 480 nach Christus nach China ging, großes Aufsehen, und viele der politisch bedeutenden Männer wollten ihn sehen und seinen Rat hören. Darunter auch der Kaiser Wudi, ein Mann, der Klöster gegründet hatte und sich für einen großen Förderer des Buddhismus hielt. Bei seiner Begegnung mit Bodidharma stellte er diesem drei Fragen.
Die erste: Ich habe Klöster gebaut und Mönche eingesetzt. Welches Verdienst habe ich mir damit erworben?
Bodhidharmas knappe Antwort: Kein Verdienst!
Des Kaisers zweite Frage: Was ist das Grundprinzip der heiligen Wahrheit?
Bodhidharmas wiederum knappe Antwort: Keine heilige Wahrheit — offene Weite!
Des Kaisers dritte Frage: Wer ist es, der da vor mir steht?
Und wieder Bodhidharma: Ich weiß es nicht.